Mittwoch, 28. März 2012

Diamanten im freien Fall


Mein Blog feiert diesen Monat Jubiläum, und ich habe mal wieder ein der Phasen, in denen ich nicht wirklich zum schreiben komme. Und falls ich doch Worte auf meinem Papier finde, sind sie mit Jauche anstatt mit Herzblut geschrieben. Also gebe ich euch einen sehr alten Text, ich hoffe er gefällt. Bald kommt auch wieder was neues.

Vertrauen ist wie ein Diamant. Wunderschön, über lange Zeit entstanden, hart aber brüchig wie Glas. Und wenn es zerbricht, beinahe nicht zu retten. Doch was tun? Was tun, wenn dieser Diamant fällt? Wenn er droht, auf dem harten Boden der Tatsachen zu zersplittern. Zu zerbrechen, auf längere Zeit.
Vertrauen ist eines der größten Geschenke, die sich Menschen gegenseitig machen können. Jeder von uns hat schon einmal Vertrauen zerstört, jeder von uns hat schon mal zu unrecht jemandem vertraut. Und wurde enttäuscht.
Doch was tun wir mit dieser Enttäuschung? Wo suchen wir die Schuld? Wir sind in einem Zwiespalt, irgendwo zwischen Selbstzweifel und Wut.
Aber erst wenn das vorbei ist, sehen wir den Scherbenhaufen. Verstreut liegen kleine Splitter und jetzt wird uns bewusst, dass sich manche dieser Splitter in unser Herz gebohrt haben. Erst jetzt fühlen wir den Schmerz, Scherz über den Verlust.
Es ist wie die meisten Dinge in unserem Leben, Nach einer Zeit beginnen wir, diese Dinge für selbstverständlich zu betrachten. Aber das sind sie nicht. Das sind sie nie und werden es nie sein.
Das ist einer der größten menschlichen Fehlern, doch am Ende nur eine Illusion.
Aber Illusionen zerfallen nun mal. Und dann kommen Schuldzuweisungen. Die Schuld bei dem Anderen zu suchen ist genau so leicht wie dumm. Wie kann man so neues Vertrauen bilden?
Nein ich glaube nicht daran, dass man altes oder vergangenes Vertrauen reparieren kann, es wird zerstört und im besten Fall neu gebildet.
Und die Schuld bei sich selbst suchen? Niemals. Daran können Menschen zerbrechen, daran bin ich fast zerbrochen.
Vertrauen und Liebe. Ich meine nicht die Grundlagen einer Beziehung, sondern das “perfekte“ Paar und gleichzeitig den stärksten Gegensatz.
Vertrauen ist solide, stark, fast bindend. Die Liebe ist stürmisch, wild. Manchmal wechselhaft. Beide zusammen sind einfach unbezahlbar.

Die Widmung habe ich weggelassen, ich weiß dass ein Mensch diesen Text wiedererkennt...

Sayonara
Leo

Sonntag, 4. März 2012

Die zwischenmenschliche Antwort auf chemische Wechselwirkungen!


Mir persönlich ist das gerade alles zu verstrickt, zu verwoben und verworren. An Übersicht ist gar nicht erst zu denken, ich weiß nicht wo mit der Kopf steht. Die Personenkonstellation ist hollywoodreif: ich bin glücklich mit dem Mädchen zusammen, dass ich noch letztens meine beste Freundin genannt habe – ich rede von Allie.
Mit Claire bin ich wieder gut befreundet, höchstwahrscheinlich besser, als eigentlich gesund ist. Ich hasse diese Art Bezeichnung von zwischenmenschlicher Beziehung, aber sie ist meine Exfreundin, war meine erste große Liebe. Und zu einem gewissen Grad sind auch noch Restgefühle da, über das normale Maß hinaus.
Ich habe nie geglaubt, dass einmal entstandene Gefühle zu mehr als 97,38% verschwinden. Die Zahl ist geschätzt!
Freundschaft trotz Restgefühlen ist eine schwierige Sache, fast jeder hat mir strickt davon abgeraten. Aber ich konnte oder besser kann nicht anders. Sie ist immer noch ein wunderbarer Mensch, eine der Wenigen die mein persönliches Chaos verstehen. Oder dem wenigstens nahe kommen.
Zwischen Allie und Claire ist eine total verdrehte Freundschaft, sie sind komplett unterschiedliche Menschen und ich denke, dass meine pure Existenz niemals ein normales Verhältnis zwischen ihnen zulassen wird.
Das alles so verworren ist, führt zu einem gewaltigen Problem:
Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass die einzelnen Verbindungen voneinander abhängig sind, die zwischenmenschliche Antwort auf chemische Wechselwirkungen!!
Das ungesunde Verhältnis zwischen mir und Claire hat ihre Freundschaft zu Allie irgendwo tief getroffen. Ich will nicht alles darauf schieben, aber das ist mindestens ein großer Grund. Folglich ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Auswirkungen auch auf Allie und mich überschwappen wie eine verdammte Flutwelle. Im schlimmsten Fall muss ich mich zwischen Allie und Claire entscheiden, auch wenn ich das auf keinen Fall tun will. Unter dem Motto „Retten, was zu retten ist“ muss ich zwischen zwei schlechten Entscheidungsmöglichkeiten auswählen. Eine Entscheidung, die mir einen der wichtigsten Menschen aus meinem Leben herausreißt, kann in keiner Art und Weise gut oder überhaupt akzeptabel sein! Tolle Aussichten, oder?
Ich habe ewig versucht, zwischen den beiden zu vermitteln, ihnen Zusammenhänge zu erklären, ihnen meine Sorgen nahegebracht. Ziemlich erfolglos! Wenn ich es mit diesem Post nicht schaffe, weiß ich auch nicht weiter. Dann ist mein Latein wirklich am Ende. Aufgrund von Menschenrechten und solchem Schwachsinn darf ich die beiden nicht mit mir in einen Keller sperren und zum reden zwingen.
Voller Sorgen,
Sayonara
Leo