Mittwoch, 24. August 2011

Alles verzockt


Menschen sind Spieler. Manche zumindest. Ich bin einer.
Es ist ein wahnsinniges Gefühl, alles ist vorbereitet, in dem was du tust, steckt Herzblut. Und dann fängt das Spiel an, die Karten sind verteilt. Eine eigenartige Euphorie bestimmt mich, alles scheint klar zu sein. Wahnsinn ist ein gutes Wort. Aber der Schein trügt meistens, man übersieht Details, verschätzt sich, macht Fehler. Das gemeine an diesen Fehlern sind, dass sie einem dann unterlaufen, wenn sie am verheerendsten sind. Nur die Ausmaße sieht man erst später.
Die meisten Menschen tun am Tisch etwas sehr menschliches, aber auch sehr naives: Sie setzen alles auf eine Karte, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was sie in die Waagschale geworfen haben.

“Alles was ich hab auf rot...“

…lautet die Devise.
So kann man gewinnen, aber das Leben ist kein faires Spiel. Die Bank gewinnt am Ende immer. Die Euphorie verfliegt genau bei dieser Erkenntnis. Der Wahnsinn bleibt!

Sayonara

Leo

Samstag, 13. August 2011

Kreislauf des Ersetzens


“Ich hab gesucht aber es gibt niemanden, der dich ersetzt“
Prinz Pi – Laura

Prinz Pi, die geheime Leidenschaft eines Metallers. Lange nicht mehr gehört aber diese eine Zeile gab mir den Anlass, den Blog wieder zu aktivieren.

Sind Menschen wirklich nicht ersetzbar? Mary glaubt fest daran. Ich nicht, ich glaube dass die meisten Menschen schrecklich leicht zu ersetzen sind – leider.
Denn ich habe es schon erlebt, man entfernt sich aus seinem Umfeld und damit auch von allen alten Kontakten. Manche verliert man ganz, andere bekommen über Facebook ab und zu mal eine Nachricht Aber mehr ist das auch nicht.

Als ich vor Jahren mein Zuhause großteils verlassen habe und ins Internat gegangen bin, passierte genau das. Die Rolle des besten Freundes war unbesetzt und nicht viel später fand ich jemanden, Robert Und damit waren die alten Menschen nur noch Erinnerungen. Bei Beziehungen ist es manchmal ähnlich, aus Gefühlen wird bestenfalls Freundschaft und ein paar Erinnerungen an die schönen Momente. Und mit dem nächsten Mädchen wird es das gleiche sein.
Ich finde dieses Phänomen seltsam, leicht makaber aber wunderschön. Eine fast ernüchternde Wahrheit gibt uns die Hoffnung, dass wir auch wenn wir einen Menschen verlieren, nicht einsam bleiben werden. Und die nötige Veränderung, die ich persönlich mehr brauche als Luft zum Atmen, gibt es so auch immer wieder.

Nur eine Ausnahme sehe ich in diesem Kreislauf des Ersetzens, die Menschen, die wir wirklich lieben. Die wahre Liebe, falls es sie überhaupt gibt, und meine Eltern. Die mich immer begleitet haben und werden. An dieser stelle ein riesiges Dankeschön

Sayonara
Leo