Mittwoch, 24. August 2011

Alles verzockt


Menschen sind Spieler. Manche zumindest. Ich bin einer.
Es ist ein wahnsinniges Gefühl, alles ist vorbereitet, in dem was du tust, steckt Herzblut. Und dann fängt das Spiel an, die Karten sind verteilt. Eine eigenartige Euphorie bestimmt mich, alles scheint klar zu sein. Wahnsinn ist ein gutes Wort. Aber der Schein trügt meistens, man übersieht Details, verschätzt sich, macht Fehler. Das gemeine an diesen Fehlern sind, dass sie einem dann unterlaufen, wenn sie am verheerendsten sind. Nur die Ausmaße sieht man erst später.
Die meisten Menschen tun am Tisch etwas sehr menschliches, aber auch sehr naives: Sie setzen alles auf eine Karte, ohne sich darüber im Klaren zu sein, was sie in die Waagschale geworfen haben.

“Alles was ich hab auf rot...“

…lautet die Devise.
So kann man gewinnen, aber das Leben ist kein faires Spiel. Die Bank gewinnt am Ende immer. Die Euphorie verfliegt genau bei dieser Erkenntnis. Der Wahnsinn bleibt!

Sayonara

Leo

1 Kommentar:

  1. Sehr schön geschrieben.
    Die doppeldeutigen Aussagen sind dir noch nie so gut gelungen, wie in diesem Post, auch wenn es einen blöden Hintergrund hat...

    AntwortenLöschen