Manchmal muss man über sein Leben nachdenken. Ein Ereignis oder auch nur ein Gedankengang wirft die Frage auf, ob man mit der Gesamtsituation zufrieden oder glücklich ist. Und dann kommt eventuell auch die Frage, wie man sein Glüch wiederherstellen kann. Und dann kommen Zweifel, Zweifel über das Leben wie es jetzt ist.
Ich stehe gerade an diesem Punkt, die Frage nach meinem Glück kommt mir immer wieder in den Sinn. Sie quält mich, sie ist grausam. Zum einen weil ich an der Gesamtsituation zweifle, ich weiß einfach nicht mehr was ich fühlen und denken soll. Bin ich unglücklich? Ich weiß es nicht. Zum anderen weil ich die Frage nicht beantworten kann. Ungewissheit und Angst beschäftigen mich. Ungewissheit, weil ich meine Antwort nicht kenne, Angst weil ich eine der mögliche Antworten sehe, sie aber nicht sehen will. Diese Antwortmöglichkeit bedeutet eine große Veränderung, einer Veränderung die schmerzhaft sein wird. Nicht nur für mich, sondern auch für Allie. Ich will nicht, aber ich habe diese Antwort schon in Betracht gezogen, so sehr es wehtut.
Meine Beziehung steht an einem kritischen Punkt, vielleicht ist es die Routine, vielleicht die Erkenntnis, dass ich eine Veränderung brauche. Meine Gefühle ihr gegenüber sind seit über zwei Monaten unverändert. Ich halte an ihnen fest, ob das sinnvoll ist oder eher weniger, interessiert mich nicht.
Jetzt ist es an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Nicht allein, das wäre zu egoistisch. Einfach weil ich finde, dass Entscheidungen, die zwei Menschen betreffen, auch von diesen zwei Menschen getroffen werden müssen. Redebedarf ist auf jeden Fall da.
Jetzt kann ich nur abwarten, hoffen, dass alles wieder gut wird. Ich hasse es, zu hoffen.
Sayonara
Leo
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