Montag, 9. Januar 2012

Ein Versuch, Chaos in Worte zu fassen...


“Save me from the nothing I've become.”

Ich habe Angst. Angst weil ich irgendwo an einem großen Abgrund stehe. Die Brücke wackelig und das Licht scheint einfach keine Lust zu haben, mit zu leuchten.
Ich bin ratlos. Bald sind es acht Monate. Acht Monate in einer extrem schönen Beziehung. Schwierig, weil zwischen Halle und Lüneburg nun mal ein paar Kilometer liegen, aber dennoch extrem schön. Und jetzt etwas kritisch.
Verlustängste sind generell qualvoll und kategorisch beschissen. Und vertragen sich nicht mit dem menschlichen Bedürfnis auf Schlaf. Das schlimmste ist die Gewissheit der eigenen begangenen Fehler. Trotz aller Bemühungen in Richtung Unnahbarkeit, wer mich kennt, weiß dass das nicht mehr ist als Schauspiel. Eine Maske, Bunt bemalt mit Arroganz und Ignoranz. Aber jeder, der meinen Blog verfolgt, kennt mich, das ewige hin und her zwischen Selbstzweifel und leichten Zwangsneurosen.
Fehler, mit denen ich einen bestimmten Menschen sehr unglücklich gemacht habe. Erst Fehler aus schlechten Prioritäten, dann Fehler aus Kontrollverlust. Und jetzt kommt die Realität und haut mir die Folgen meines Handelns um die Ohren. Doch mein eigener Schmerz ist mir gleichgültig, zeigt mir höchstens dass ich noch fühle. Wirklich weh tut der Schmerz, den ich anderen bereitet habe. Dafür gesorgt, dass Sie sich unbeachtet und nicht wertgeschätzt fühlt. Unabsichtlich, aber viel zu lange als dass sie es aushalten könnte. Ich fühle mich nicht schuldig, weil ich Fehler gemacht habe, eher wegen den Folgen.
Ungewissheit. Ein folgenschweres Telefonat diente als der berühmte “Schuss vor den Bug“, ein Warnsignal. Jetzt weiß ich, welchen Weg ich gehen will. Ich bin bereit, alles für sie zu opfern. Falls das Leben ein Schachspiel ist, jeden Bauern, Läufer, Turm und Springer zu opfern, um meine Dame zu halten. Aber nicht gewiss ist, ob diese Einsicht nicht doch zu spät kommt, ob sie noch willens ist, mir oder uns eine Chance zu geben.
Hoffnung. Momentan alles was ich noch habe.

Jetzt fällt es mir schwer, diese Maske aufrecht zu erhalten, zu sehr plagen mich meine Sorgen.

Sayonara
Leo

2 Kommentare:

  1. Sehr gefühlsgeladen! Aber wenn man so eine situation kennt kommt mir sofort eigentlich nur ein ratschlag in den sinn: vergiss nicht dich selbst wertzuschätzen und stelle niemals deine eigenen bedürfnisse unter die eines anderen. Denn jemand der das verlangt ist deutlich zu egoistisch um einem gut zu tun :)

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  2. Oh..Nora ist zurück:)
    Niemand verlangt es, dass ich meine eigenen Bedürfnisse unter die eines Anderen stelle. Niemand außer der Situation, mein aktuell größter Feind.
    Um diesen Menschen zu halten, ist der Schritt notwendig, und ich gehe ihn gern, wenn er sein Ziel erfüllt. Wenn nicht, Pech gehabt. Das Risiko gehe ich gerne ein, eine Pistole vor der Brust oder die symbolische Schlinge um den Hals kann furchtbar motivierend sein..

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