Endlich habe ich wieder etwas
geschrieben, auch wenn ich noch unzufrieden bin. Ich gebe euch mal
einen Text, ohne ihn vorher mehrmals überarbeitet zu haben. Bei
diesem wäre das eh zwecklos! Und ich muss feststellen, dass die
gedankliche Unordnung hier mein Inneres sehr gut darstellt.
Viel Spaß...
„Danach Stille, schlechtes Gewissen,
die Gewissheit kommt und ich erbrech' mich ins Kissen“
Prinz Pi – Elfenbeinturm
Verstehen kann man die meisten
Ereignisse nur im Nachhinein. An Claires Schrank hängt eine
Postkarte mit einem genialen Satz: Verstehen kann man das Leben nur
rückwärts, leben muss man es vorwärts. An diesem Satz ist Wahres
dran! Ich persönlich brauche immer ein paar Tage, um wichtige
Erlebnisse wirklich begreifen zu können. So auch die vergangenen
Tage, die ich bei Claire verbracht habe. Langsam hören die leisen
Stimmen in meinem Kopf auf, Chinesisch zu reden.
Ich erkenne, wie sich ein rotierendes
Mosaik aus Momentaufnahmen, Eindrücken und Gedanken nach und nach zu
einem Strang aus Linien verdichtet und mir Wahrheit zeigt. Die Art
Wahrheit, die ich längst hätte sehen können, aber nicht habe sehen
wollen.
Ich denke, so entsteht fast jede Art von Kunst, egal ob Gemälde oder eine Reihe von Worten. Egal, ob durch Pinsel und Leinwand oder durch Kugelschreiber auf Papier geschaffen. Kleine Linien verdichten sich solange zu Buchstaben und Worten, bis ein gewisser Zauber und eine Stimmung entsteht, die teilweise vom Inhalt unabhängig sind. Es geht ja auch nicht um den Inhalt, sondern um dessen Bewertung und Auswirkung. Ich habe gehört, dass Leid – und dann bestimmt auch Glück! - weniger mit dem zu tun hat, was passiert sondern damit, wie wir das Geschehene bewerten.
Ich denke, so entsteht fast jede Art von Kunst, egal ob Gemälde oder eine Reihe von Worten. Egal, ob durch Pinsel und Leinwand oder durch Kugelschreiber auf Papier geschaffen. Kleine Linien verdichten sich solange zu Buchstaben und Worten, bis ein gewisser Zauber und eine Stimmung entsteht, die teilweise vom Inhalt unabhängig sind. Es geht ja auch nicht um den Inhalt, sondern um dessen Bewertung und Auswirkung. Ich habe gehört, dass Leid – und dann bestimmt auch Glück! - weniger mit dem zu tun hat, was passiert sondern damit, wie wir das Geschehene bewerten.
Leider habe ich keine Ahnung, wie ich
die letzten Tage wirklich bewerten soll. Es sind zu viele Bilder, zu
viele Gedanken und zu viel Gefühl in zu kurzer Zeit. Ich hoffe, dass
ich der einzige bin, der keine Ahnung hat. Es reicht, wenn einer
vergessen hat, wo oben und unten ist!
Sayonara
Leo
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