Montag, 4. April 2011

Leere – ein zerbrochener Traum und ein gefrorenes Herz

Heute ist passiert, was mein schlimmster Alptraum der letzten Tage war. Oder besser die schlimmstmögliche Vorahnung, die mich gequält hat.
Aus meinem Traum bin ich erwacht, als hätte ein grelles Licht mich zurück in die Realität geschickt. Es war ein zauberhafter Traum, ein Traum von zwei Menschen und der Liebe. Und jetzt ist er ausgeträumt, eine Beziehung ist zerbrochen, vielleicht für immer.
Am ende war es die Entfernung, die gesiegt hat. Die uns daran gehindert hat, uns zu geben, was wir brauchten. Die uns die Nähe verwehrt hat, sodass alles zerbrechen musste.
Diese Beziehung war wundervoll, trotz mancher Probleme. Und nun schaue ich mich um und sehe einen großen Haufen Scherben. Jedes Leben besteht aus mehreren Bereichen, jeder wird durch einen Spiegel dargestellt. Diese Spiegel zeigen uns selbst. Und nun ist dieser Spiegel zerbrochen.
Mein Herz ist seit über zwei Monaten wieder in meinen Händen. Splitter des Spiegels stecken tief in meinem Herzen, doch ich spüre sie nicht. Ich fühle keine Trauer, keinen Schmerz und keine Einsamkeit. Mein Herz ist außerhalb ihrer zarten, warmen Hände wieder zu Eis gefroren. Nur eine große Leere ist in mir.
Als es noch wehtat, hätte ich alles dafür gegeben, dass Schmerz und Trauer nachlassen. Jetzt will ich sie zurück, denn auch der schlimmste Schmerz hat etwas Gutes. Er zeigt mir, dass ich noch lebe. Jetzt fühle ich mich, als wäre ich innerlich gestorben, bin ich wohl auch ein Stück weit.
Auch über meine Situation nachdenken kann ich nicht. Meine Gedanken sind wie gelähmt, vielleicht weil ich eigentlich nicht nachdenken will. Denn dann müsste ich mir eingestehen, dass es an der Zeit ist, loszulassen. Das will ich noch nicht, dafür bin ich noch nicht bereit.
Denn wie eine Art Schatten sehe ich sie immer noch neben mir. Immer noch mit dieser Stimme, die mich erzittern lässt und immer noch mit diesem Blick, der mich nieder sticht und zu Boden wirft.
Und wieder heißt es abwarten. Abwarten, bis ich bereit bin, loszulassen. Abwarten, bis mein Herz wieder aus der Kühltruhe darf. Bis dahin bleibe ich die emotionslose Wachsfigur, die ohne Ziel durchs Leben schreitet.

Sayonara

Leo

PS: Wer mein “Willkommen zu meiner Show“ gelesen hat, das “glücklich vergeben“ könnt ihr getrost vergessen

1 Kommentar:

  1. Leo, lass doch den Kopf nicht hängen. Das Leben geht weiter.
    Vielleicht ward ihr beide noch nicht bereit für eine dauerhafte Beziehung. Ein Ausprobieren ist doch wohl noch möglich! Man muss sich nicht früh genug an DIE EINE binden.
    Mehr brauch ich da nicht sagen, außer wie gesagt: Das Leben geht weiter!!

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